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Zecken: Nur impfen schützt gegen FSME!
 
FSME-Impfaktion bis 31. August 2019
 
Vor einer gefährlichen FSME-Infektion schützt nur die Impfung. Auch wenn Zecken falsch entfernt werden, erhöht dies das Infektionsrisiko.

Sobald die Temperaturen die Plus-7-Grad-Marke überschritten haben, beginnt die aktive Zeit der Zecken. Diese lauern dann im hohen Gras, im Gebüsch und im Unterholz auf einen Wirt, dem sie ein wenig Blut „abzapfen“ können.

Impfen schützt!
Durch einen Zeckenstich können gefährliche Infektionen wie die Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) oder die bakterielle Borreliose übertragen werden. Gegen letztgenannte schützt die FSME-Impfung zwar nicht. Aber gegen den FSME-Virus, der schwere neurologische Folgen verursachen kann, ist diese Impfung der einzige und noch dazu ein effektiver und günstiger Schutz.
2018 gab es in Österreich 137 FSME-Erkrankungen, das sind um 20 Prozent mehr als im Jahr davor. Betroffen waren hauptsächlich Menschen ab 40 Jahren, häufig werden die Auffrischungsintervalle nicht eingehalten oder auf die Impfung ganz vergessen.

Grundimmunisierung und Auffrischungsimpfungen
Die FSME Impfung ist gut verträglich und sehr wirksam. Allerdings gilt es auch hier, rechtzeitig aufzufrischen.
Eine einmalige Impfung bietet nicht den erwünschten Schutz – nach der Grundimmunisierung durch 3 Impfungen ist die Impfung regelmäßig aufzufrischen. Die Faustregel lautet: Die erste Auffrischung wird drei Jahre der Grundimmunisierung verabreicht. Danach frischt man bis zum vollendeten 60. Lebensjahr alle 5 Jahre, ab dem vollendeten 60. Lebensjahr alle 3 Jahre auf. Es wird empfohlen, die Auffrischungsimpfung vor Saisonbeginn, also am besten jetzt, zu verabreichen.

Aktuelle Impfaktion
In den Jahren 2000 bis 2011 konnten durch die Impfung insgesamt etwa 4.000 Erkrankungen und 30 Todesfälle ausgelöst durch FSME vermieden werden. Mit einer Durchimpfungsrate von 90 Prozent ist die Impfung gegen FSME die am besten akzeptierte Schutzimpfung in Österreich. Während der jährlichen Zecken-Impfaktion bis 31. August ist der Zeckenimpfstoff für Erwachsene und für Kinder vergünstigt in den Apotheken erhältlich. Einige Krankenkassen gewähren sogar ganzjährig Zuschüsse. Die Apothekerinnen und Apotheker beraten gerne!

So entfernen Sie die Zecke
Grundsätzlich gilt: Eine Zeckenzange aus Kunststoff eignet sich am besten zur Entfernung, da die scharfen Kanten einer herkömmlichen Pinzette die Zecke verletzen könnte und dadurch die Gefahr einer Borreliose-Infektion erhöht wird. Beim Entfernen sollte der lästige Blutsauger gerade herausgezogen werden, ihn mit Öl, Alkohol oder Klebstoff zu ersticken ist wenig sinnvoll, da die Tierchen im Ruhezustand nur ein- bis zweimal pro Stunde atmen müssen.
Kommt es einige Tage oder Wochen nach dem Zeckenbiss zu einer ringförmigen Rötung oder grippeähnlichen Symptomen, kann dies ein Zeichen für eine Borrelien-Infektion sein. Suchen Sie in diesem Fall umgehend ärztliche Hilfe auf, da eine unbehandelte oder erst spät erkannte Borreliose-Infektion zu Schäden an Hirn und Herz führen kann. Rechtzeitig erkannt, ist sie mit einer Antibiotika-Therapie aber effektiv zu behandeln.



Weiterführende Informationen:
FSME
Zecken