Apothekerinnen und Apotheker raten zur Pneumokokkenimpfung
 
Im Schatten von Corona und Grippe, aber dennoch nicht zu vernachlässigen: die Impfung gegen Pneumokokken
 
Apothekerinnen und Apotheker raten in Zeiten von COVID-19 nicht nur zur Grippeimpfung, sondern auch zur Impfung gegen Pneumokokken. Damit folgen sie einer aktuellen Empfehlung der Weltgesundheitsorganisation WHO.

„Bei Pneumokokken handelt es sich um Bakterien, die gefährliche Entzündungen von Lunge, Mittelohr und Gehirnhaut sowie weitere schwere Erkrankungen hervorrufen können. Betroffen sind vor allem Kleinkinder, ältere Menschen, chronisch Kranke sowie Personen mit einem geschwächten Immunsystem. Generell können Pneumokokken aber jedem Menschen gefährlich werden. Etwa die Hälfte der Bevölkerung ist Keimträger. Die Erreger befinden sich im Bereich der Atemwege und können speziell im Zusammenhang mit einer echten Virusgrippe zu lebensbedrohlichen Komplikationen führen“, berichtet Mag. pharm. Dr. Gerhard Kobinger, Präsidiumsmitglied der Österreichischen Apothekerkammer.
Kobinger hat aber auch eine gute Nachricht: „Man kann sich gegen Pneumokokken impfen lassen. Diese Impfung ist heuer besonders wichtig, geht es doch darum, das Immunsystem angesichts der Gefahr einer Corona-Infektion möglichst ‚freizuspielen‘. Aus diesem Grund läuft bundesweit bis 31. März 2021 eine Pneumokokken-Impfaktion. Im Aktionszeitraum sind die Impfstoffe in allen Apotheken um rund ein Drittel günstiger zu erwerben“, so der Pharmazeut.

Impfung schon bald in der Apotheke?

Impfungen sind das wirksamste Mittel, um sich gegen schwere Krankheiten zu schützen und dadurch gefährliche Auswirkungen verschiedener Infektionen zu verhindern. Außerdem zählt das Impfen zu den einfachsten und günstigsten Vorsorgemaßnahmen. „Daher sei es wichtig, dass sich möglichst viele Menschen impfen lassen“, merkt Kobinger an. „Österreichs Apothekerschaft möchte allen Bürgerinnen und Bürgern den niederschwelligen Zugang zum Impfen erleichtern. Wir arbeiten mit Hochdruck daran, dass das Impfen in den österreichischen Apotheken gesetzlich erlaubt wird. Dabei haben wir die Gesundheitslandesräte, Patientenombudsmänner und Seniorenvertreter an unserer Seite.In mindestens 36 Ländern bzw. einzelnenTerritorien auf der ganzen Welt besteht schon jetzt die Möglichkeit, sich von speziell ausgebildeten Apothekerinnen und Apothekern impfen zu lassen. Rund 20 weitere Staaten sind auf dem besten Weg dorthin. Diesen Weg sollten wir mitgehen.“

OTS-Aussendung der Österreichischen Apothekerkammer vom 08. Oktober 2020

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